St. Seb. Schützenbruderschaft Lützenkirchen
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Berichte 2007

 

Hier finden sie den Bericht:

  • zur Jahreshauptversammlung
  • zum Patronatsfest
  • zu unserem Schützenfest
  • zum Fahnenschwenkerlehrgang in Manderscheid
  • zum Oktoberfest
  • zum Schützenjahr der Bruderschaft

 

  Jahresbericht 2007

 

Durch einen Brand bedingt, kann der zuständige Schriftführer zur Zeit nicht tätig sein. Aus diesem Grunde habe ich mich zum Notverfasser des Jahresberichtes –light- für 2007, ohne jegliche Unterlagen und ohne Daten, verführen lassen, den Jahresbericht zu erstellen. Erwartet nicht zu viel von mir. Nun geht es los:

Das vergangene Jahr, 2007,  begann mit der HL. Messe, die von unserem Präses F.-J. Pitzen zelebriert wurde und vor der Jahreshauptversammlung am 13. Januar um 19.00 Uhr stattfand. Unser 1. Brudermeister konnte 37 Schützenbrüder und Schützenschwestern sowie 10 Jung- und Schülerschützen begrüßen. Ebenfalls das Königspaar Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt. In diese Begrüßung reihten sich noch der Kommandant Ralf Peters und unser Präses ein. Es wurde ein Gebet für die Verstorbenen unserer Bruderschaft gesprochen. Im Anschluss wurden Paul Schäfer und Karl Flemm für 40 Jahre, sowie Bernd Claaßen und Rudi Hürtgen für 25  Jahre Mitgliedschaft geehrt. Das Fahnenschwenkerabzeichen in Bronze erhielten Jeny Goldmund und Michael Klatzek.

Wahlen standen auch an. Wieder gewählt in ihren Ämtern wurden Peter Fiedeler, Dieter Lange, Michael Werker und Alfred Märtl. Neuer Kassenprüfer wurde Bernd Schmidt. Peter Fiedeler schlug vor, das Rauchverbot auch bei unseren Versammlungen zu beachten und auf Wunsch ein bis zwei 10-minütige Raucherpausen einzulegen.

Michael Ludwig wird später einmal das Amt des Pressesprechers von Peter Fiedeler, nach entsprechendem Wahlergebnis,  übernehmen und wird weiterhin hierauf vorbereitet. Eine Vereinsfahrt in 2007 wurde wegen Geldmangel ins nächste Jahr verschoben. Für eine vorgeschlagene Eigenbeteiligung, einer noch festzulegenden Summe,  stimmten 15 Stimmberechtigte mit ja. Dagegen waren 11 Schützen und 5 enthielten sich.

Am 20. Januar feierte die Bruderschaft das Patronatsfest mit vorherigem Besuch der HL. Messe. Die Besonderheit war in diesem Jahr, dass im Anschluss an die HL. Messe eine Gedenkstätte, neben der Annakapelle, auf historischem Grund,  für die Verstorbenen der Bruderschaft geweiht werden konnte. Die feierliche Handlung und das Gebete nahm unser Präses im Lichtschein, der von Jungschützen getragenen  Fackeln, vor. Danach zogen Schützen und Gäste gemeinsam mit Fackelbeleuchtung zum Patronatsfest ins Pfarrheim.

Pünktlich um 20 Uhr erfolgte der Einzug vom Königspaar Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt mit Gefolge und unserem Präses F.-J. Pitzen, die alle vom 1. Brudermeister Karl Flemm besonders herzlich begrüßt wurden und zusammen mit den Saalgästen ein tolles Patronatsfest mit viel Stimmung, Spaß und gute Laune zur Musik der „Italo- Band“ und Tanz, sowie den Sonderauftritten erleben konnten. Es stimmte einfach alles.

Karneval war aber auch in dem Lützenkirchener Ortsteil Holzhausen zu erleben. Der Karnevalszug ist von besonderer Art. Alle Wagen wurden mit der Muskelkraft der Teilnehmer in Bewegung gesetzt. Viele Zuschauer aus der Umgebung waren zu dort Gast und immer hörte ich die Frage, wann kommen denn die Schützen vorbei. In den Vorjahren waren sie dabei und wegen gutem Wurfmaterial sehr beliebt. Doch nun war nichts von ihnen zu sehen. Verschämt sagte ich auf diese Frage immer wieder ausweichend nur - „Später“  - wobei niemand bemerkte, dass ich dabei innerlich auf das nächste Jahr hoffte. Meine stillen Gebete wurden scheinbar doch dort oben gehört. Irgendwie ist was im Gange für dieses Jahr – wurde mir leise zugeflüstert. Es soll eine tolle Überraschung werden!!!

Allerdings war nach dem Umzug im Pfarrheim der Bär los und viele Besucher amüsierten sich bei Musik und Tanz. Leider war es auch so, dass Vandalismus zu beobachten war. Viele Gäste kamen und verzehrten ihre alkoholischen Mitbringsel. Die leeren Behältnisse zerschlugen sie einfach außerhalb vom Pfarrheim, wo später neben Glasscherben auch viel anderer Schmutz entfernt werden musste. So sehr wir uns über neue Besucher freuen, aber eine solche Sorte Pöbel wollen wir nicht bewirten.

Die Frühjahrsversammlung am 24.03. begann mit Vorfeld mit einer HL. Messe. Die Versammlung war gut besucht und die Ritualien liefen nach dem bekannten Muster und ohne besondere Vorkommnisse ab.

Am 15. April begleiteten 17 Schützen die vielen Kommunionkinder von der Grundschule zur Kirche. Eine schöne Tradition die sich inzwischen, trotz Störmanöver, gut etabliert hat und die wir in der Zukunft aufrecht halten wollen. Nachdem die Kerzen alle angezündet waren zogen die Kommunionkinder in ihre Bänke.  Wie immer ist die Kirche bei solchen Anlässen überfüllt und so blieben für die begleitenden „Kerzen-Anzünd-Schützen“ nur noch die wenigen Stehplätze unter der Orgelbühne übrig, wo auch die vielen Besucher aus Polen Platz gefunden hatten. Trotz der Enge gelang es einem Gottesdienstbesucher sich dort eine Zigarette anzuzünden. Gerade wollte ich in aus der Kirche hinauskomplimentieren, da fiel mir auf, ich hatte ja noch das Glas Bier in der Hand!!!

Am 21. April stellten die Schützen in Spaubeek/NL ihre neuen Uniformen der Öffentlichkeit vor und wir folgten gerne der Einladung. Diese Wochenendfahrt führten wir mit eigenen PKW’s durch. Der Königstross um Joachim Panitz und der Rest der Truppe um unseren Präses F.J.- Pitzen wurde freundlich bei der Feier begrüßt und die Holländer freuten sich gewaltig über unser Kommen. Pastoor Hein war ganz aus dem Häuschen. Immer ergaben sich schöne und lustige Gespräche mit den St. Laurentius Schützen und den Mitgliedern anderer Vereine. Irgendwann ging auch dieser  erlebnisreiche Tag zu Ende und alle St. Sebastianus-Fernreisenden fanden glücklich zurück ins Hotel. Genügend Schlafmedizin ließ sie schnell in einen Tiefschlaf fallen. Nur der PKW von unserem Präses F.-J. Pitzen trat mit seinen Insassen, schlaftrunken, den Heimweg an. Lautstarke Geräusche hielten ihn wach.

Am Sonntag fuhr ich mit meiner Gattin und einigen anderen St. Sebastianern, u.a. mit unserem 1. Brudermeister Karl Flemm,  wieder zurück nach Spaubeek, wo wir die HL. Messe besuchten und die Schützen aus Lützenkirchen ganz besonders herzlich mit fröhlichen Worten, von Pastoor Hein, begrüßt wurden. Hier erlebten wir eine Schützenmesse der besonderen Art. Die Gestaltung war ganz auf die St. Laurentius Schützenbruderschaft abgestellt, z.B. Messdiener und Kommunionhelfer in Schützenuniform. Die Gewehrträger marschierten mit dem Karabiner auf dem Rücken zu den Klängen der Drumband in der Kirche ein. Ob man dies auch in Lützenkirchen so durchführen könnte??? Auch der Kirchenchor war in die schöne Messgestaltung eingebunden und sie sangen sogar, uns zu Ehren, einige Messlieder in deutscher Sprache!

Nach der HL. Messe besuchten wir das Vereinslokal und die Freude der Schützen aus Spaubeek, über unsere erneute Anwesenheit am 2. Tag war wirklich mehr als herzlich. Letztlich wurde noch die Festwiese zum Früh- und Dämmerschoppen und weiterem Feiern, Palavern,  sowie Speisen aufgesucht und wir überlegten uns, ob dort im nächsten Jahr das berühmte „Kuhscheißen“ wieder stattfindet. Einige von uns hatten noch ihre Freude an dem Spiel auf dem benachbarten Fußballplatz und bei der Tombola. Glücklich mit den Erlebnissen von einem schönen, kurzweiligen Wochenende trafen alle Teilnehmer wieder in Lützenkirchen ein.

Am 29. April ging es zum Frühlingsfest „Rund um die Kartoffel“ auf den Hobby-Reiterhof am Hufer Weg. Hierzu hatte das amtierende Königspaar Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt eingeladen. Sogar eine Feldmesse wurde von unserem Präses, F.-J. Pitzen, zelebriert zu dem auch noch ein Keyboarder die Gesänge der anwesenden Gäste begleitet hat. Bei der Beschaffung, der Bewirtung, sowie am Grill wurde das Königspaar  kräftig von ihren Kindern und einigen Jungschützen sowie Stallburschen unterstützt. Eine Vielzahl der Speisen wurde aus Kartoffeln zubereitet und sie waren doch für einige von uns völlig neue Kreationen. Aber auch  „Bullenreiten“ war angesagt und hiervon wurde kräftig Gebrauch gemacht. Umsichtig war auch für die Kleinsten gesorgt. Hüpfburg hieß hier der Schlager. Wieder einmal mehr verlebte die Schützenfamilie einen schönen Tag an den man sich immer wieder gerne erinnert. Bestimmt auch noch später im Altersheim!

Nicht nur werden Kontakte zu den anderen Schützenbruderschaften gepflegt, nein, auch zu Vereinen die nicht der kath. Kirche angeschlossen sind und so ist es nicht verwunderlich, dass wir mit einer starken Abordnung auch das Fest der freiwilligen Feuerwehr Lützenkirchen mit einer Abordnung besucht haben. Diese vielen Festivitäten sind nicht nur ein Programm gegen die Langeweile, sondern bauen auch Reservespeck für den kommenden Winter auf.

Einen, für uns Schützen, traurigen Fall gab es doch noch vor dem Schützenfest. Unsere allseits emens beliebte Vereinswirtin aus dem „Glasbiergeschäft“ im Dorf hatte die Rente anvisiert und war das Kneipenleben leid. Es gab nichts mehr Neues für sie. Die Gäste hatten ihr schon alle Neuigkeiten, haarklein in den vielen vergangenen Jahren weiter getratscht und so kehrte langsam Langeweile ein. Ihr Karl-Heinz wusste auch nichts Rechts mehr und so hieß der Ausweg ganz einfach „Mit der Rente in die Freiheit“. Natürlich haben die Gäste ihr den letzten Arbeitstag mit Presse-Einsatz, Geschenken, Kunststückchen, sowie Vorträgen verschönt. Da konnten sich die Schützen nicht lumpen lassen und marschierten überraschend mit Fahnenschwenkern, Schützenjugend und Altschützen auf und man amüsierte sich großartig,  bis das Gewitter kam. Die Zelte vor der Tür  mussten festgehalten werden und die Akteure waren völlig durchnässt. „DJ“ Kalle hatte den ganzen Tag über mit schöner Musik die Gäste in Stimmung gehalten. Nicht viele gingen nach Hause und auch die Schützen blieben noch lange und bescherten somit der eventuell künftigen neuen Schützenkönigin, ach, wenn Karl – Heinz doch nur treffen würde, einen Abend an den sie sich noch lange gerne erinnern wird.

Nachdem die ersten Schützenfeste der befreundeten Vereine besucht waren, rückte unser eigenes Schützenfest immer näher. Die Planung vom Ablauf, Plakate drucken, Festschrift druckreif machen, Fähnchen aufhängen  -  abhängen,  Grünschnitt holen, Kranzbinden, etc. laufen immer wieder mit mehr oder weniger Schwierigkeiten ab …. und wenn  auch nur, wie alle Jahre wieder, das „Drehmaschinchen“ für die Rosen herzustellen, gesucht wird. Letztlich ist es so weit, dass man das eigene Schützenfest, das für einige von uns mit viel Verantwortung und Arbeit verbunden ist, feiern kann. An dieser Stelle sei ein ganz besonders herzliches „Dankeschön“ allen Helfern gesagt und nicht nur denen die man sieht, sondern auch denen, die die still im Hintergrund eine tolle Leistung vollbringen und sich immer wieder neu ins Zeug legen, um der Bruderschaft und der Bevölkerung ein schönes und sorgenfreies Schützfest in Lützenkirchen auf die Beine zu stellen.

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Diese wurden am Freitag vom Jungschützenmeister Guido Hempel, für die Jungschützen ergriffen. Es galt ein Jubiläum auszurichten und zwar „75 Jahre Jungschützen Lützenkirchen“, zu dem auch alle befreundeten Vereine und andere eingeladen wurden. Gestartet wurde durch unseren Präses F.-J. Pitzen mit einem Wortgottesdienst im Pfarrsaal. Dann ging man langsam zum gemütlichen Teil über, wobei man feststellen musste, dass dieser Abend von den Jungschützen der befreundeten Vereine so gut wie gar nicht besucht wurde. Doch dieser Umstand tat der Stimmung keinen Abbruch. Es waren doch andere Jugendliche und „Spätberufene“ sowie Ehemalige zu Gast. Alle Gäste haben begeistert mitgemacht und fanden besonders viel Spaß mit der „Karaoke-Anlage“. Aber auch die Anstecker, die der Jungschützenmeister, Guido Hempel, für besondere  Verdienste von Außenstehenden die unserer Jugendarbeit in irgendeiner Form zu Gute kam, herausgegeben hat, verfehlten nicht ihre Wirkung. Sie sind besonders wertvoll weil nur ganz wenige jedes Jahr ausgegeben werden. Insgesamt gesehen hatten die Jungschützen eine schöne Jubiläumsveranstaltung.

Der Samstag  an unserem Schützenfest verlief nach den üblichen Regularien. Königspaar mit den Langenfelder Stadtmusikanten am Reitstall abholen, vor Ort Bewirtung der Schützen mit einem „Reiterhofkonzert“ der Langenfelder Stadtmusikanten. Nachher wurden am Schießstand die ersten neuen Würdenträger ausgeschossen und zwar war Carina Feldhoff als Schülerschützenprinzessin erfolgreich und Michael Klatzek als Jungschützenprinz. Rolf Rehse wurde Hutkönig. Die Zeit verging wie im Fluge und der Königsball, der vom Königspaar Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt mit der Musikgruppe „Kernsaife“ für den gesamten Abend und mit einigen Auftritten, z.B. TSG Opladen, Klaus & Willi und dem Travestie-Künstler „Cocola Fontaine“, mitgestaltet wurde, ging schon fast los. Dieser Abend entpuppte sich, entgegen allen Befürchtungen, als ein besonders schöner Königsball mit gelungen Auftritten,  viel Stimmung und reichlich vielen Tanzpaaren  bei toller Musik, die bei allen Gästen gut ankam. Diese tolle Stimmung führte auch zum übermütigen Galopp mit dem Steckenpferd von Hochwürden und Majestät durch den Saal. Glücklich und übermüdet wankten „en paar Kläävbozze“ und fleißige Helfer, - der Stundenzeiger der Uhr am Kirchturm ging schon bedenklich senkrecht nach unten, -  am Pfarrheim die Treppe herunter. Prost!

Mit einem besonders schönen Hochamt, dass von unserem Präses F.-J. Pitzen gehalten und einigen Blechbläsern der Langenfelder Stadtmusikanten, sowie dem St. Cäcilia Kirchenchor, unter der Leitung von Herrn Bruno Tigges, musikal. gestaltet wurde, erlebten alle Beteiligten einen schönen Start in einen sehr ereignisreichen Schützenfestsonntag. Aber auch unser 1. Brudermeister Karl Flemm mit seiner Gattin sorgten noch für eine Überraschung. Zum Schluss der HL. Messe wurden sie von unserem Präses F.-J. Pitzen anlässlich ihrer Silberhochzeit gesegnet.

Nach der hl. Messe wurde die erste Parade am Pfarrheim abgenommen und die Schützen mit der Musikkapelle setzten sich zu einem kleinen Umzug in Bewegung. Inzwischen  kämpfen schon einige Lützenkirchener Bürger um die Preise beim Bürgervogelschießen.  So konnten wir letztendlich unsere ehemalige Vereinwirtin „Annemie Schiefers“ als Bürgervogelkönigin feiern. Mit einem Platzkonzert der Langenfelder Stadtmusikanten und vom „DJ Kalle“ wurden die Stunden, bis zum Abmarsch des großen Festzuges, musikal. untermalt. Nachdem alle befreundeten Schützenvereine und die Musikgruppen eingetroffen waren, konnte die Parade pünktlich abgenommen und der Festzug unter Räder und Füße genommen werden. Wie schon immer in Lützenkirchen üblich, waren die Häuser und Grundstücke am Zugweg entlang herausgeputzt und schön geschmückt. Nur ein Haus auf der Lützenkirchener Straße, am Lehn, das in den Jahren zuvor immer besonders auffällig dekoriert war, hatte keinen Schmuck. Auch die Beteiligung der Bevölkerung war recht gut, wobei auch viele fremde Besucher zu Gast auf dem Schützenfest in Lützenkirchen waren.

Das Königspaar wollte zu Pferde den Umzug reitend erleben. Zu diesem Zweck hatten sie  monatelang die Pferde im Stall mit Schützenmusik und  Marschmusik beschallt. Dies war auch prima so, wenn auch bei der Stallarbeit und den Ausritten Federbuschhüte getragen worden wären. So kam es wie es kommen musste, die Federbüsche machten die Pferde nervös und sie waren nicht mehr zu beruhigen. So musste sich unser Königspaar in Infantriemanier zu Fuß auf den langen Weg machen. Hans Prinz fuhr auch mit seinen 2 schön anzusehenden Trakehner-Pferden und geschmückter Kutsche im Umzug, bestückt mit fußkranken Schützen in er Kutsche mit.

Aber noch ein besonderes Pferd mit Reiter befand sich doch im Umzug der Lützenkirchener Schützen. Hufeisen hatte das Pferd nicht, dafür aber Räder und einen unerschrockenen Reiter. Das ganze Gefährt wurde von einigen Stallburschen gezogen. Für diesen humorvollen Einsatz gab es viel Beifall von den Zuschauern die den Zugweg säumten. Auch von den vielen fremden Schützen, von denen die wenigsten wussten, dass der Sohn Christian,  für den Vater Bernd Claassen, gesundheitsbedingt, bei der Einlösung einer Wette,  behilflich war.

Nach der Auflösung des Zuges ging es zur Kaffeetafel im Pfarrheim. Im Anschuss hatte man Gelegenheit den Tag noch gemütlich ausklingen zu lassen. Auf der Terrasse hatte der beliebte Alleinunterhalter Günter Pimmer bereits seine musikalische Unterhaltung für die Gäste aufgenommen. Aber auch „DJ Kalle“ hatte den ganzen Tag über und später noch am Abend für die musikal. Untermalung der fröhlichen Gäste gesorgt.

Nach dem Kaffeetrinken machte sich unser Präses besorgt auf den Weg um zu sehen, was mit den Leuten aus dem ungeschmückten Haus am Lehn geschehen ist.  Er wollte einfach nur mal nach dem Rechten sehen.  Auf mehrfaches klingeln erfolgte keine Reaktion. Niemand öffnete. Dann sah er am Briefkasten einen Zettel der dort angeklebt und auf dem zu lesen war:

 

                   Mir han nit jeschmük, mir han nit jekränz,

                   mir lijje em Bett un sorge für Pänz.“

 

Bis zur Dunkelheit wurde draußen Musik gemacht und gesungen und die Besucher blieben noch lange auf dem Festplatz und der Terrasse, während an dem Schießstand das Schießen der ehemaligen Könige/Kaiser und Königinnen/Kaiserinnen um die Erlangung  der Wanderkette und Wanderbrosche gekämpft wurde. Dieses Schießen hat ganz besondere Regularien die jeder kennt und sie deshalb an dieser Stelle nicht extra darlegt werden müssen. Erneut ging ein schöner und erlebnisreicher Tag vom Schützenfest 2007 -und die Nacht im Tiefschlaf- zu Ende.

Am Montag wurde das Königspaar erneut am Hufer Weg mit Musik abgeholt. Nach kurzer Erfrischung wurde zum Abmarsch, in Richtung Annakapelle, kommandiert. Dort wurde neben der Annakapelle auf historischem Boden eine Gedenkstätte für die Verstorbenen der Bruderschaft errichtet und gesegnet. Hier wurde zusammen mit unserem Präses, FJ. Pitzen, der Vorfahren gedacht und für ihre Seelen gebetet. Anschließend zelebrierte er in seiner bekannt feierlichen Art die Schützenmesse, in der erneut überraschender Weise die Kindergartenkinder einmarschierten und Einstudiertes zum Besten gaben. Ausgehungert und fast unterzuckert ging es mit strammen Schritten zum großen Königsfrühstück ins Pfarrheim, wo fleißige Hände alles Notwendige vorbereitet hatten. Auch hier hatten die Kindergartenkinder wieder ihren großen Auftritt für den sie viel Beifall erhielten. Aber nicht nur das, es gab auch vom Königspaar bis zum Abwinken, reichlich Getränke und als „Sahne-Bonbon“ einige Runden mit dem Karussell. Am munteren Spielgeschrei war zu erkennen, dass dieses den Kindern gut gefallen hat. Zur Unterhaltung musizierten die Langenfelder Stadtmusikanten, erst im Saal und später draußen auf der Terrasse, bis gegen 14 Uhr. Dann begann das Ausschießen der neuen Würdenträger.

Viele Gäste auf dem Festplatz verfolgten mit großem Anteil  und  Spannung das, teilweise dramatische, Geschehen beim Kampf um die Königswürde für das nächste Regentschaftsjahr.  Die Spannung stieg immer weiter, je mehr Holzstücke herunterfielen, aber der Vogel selber blieb auf der Stange hocken. Karl-Heinz Opper schoss den hölzernen Gesellen auf der Stange „Sturmreif“ so dass dieser fast von alleine zu Boden fiel. Nun kam die Reihe an Herbert Zibulla, der mit einer Sonderladung aus Niespulver und Spreewaldzwiebelsaft dann zum finalen Schuss ansetzte und den Vogel von der Stange schoss. Mit großem Jubel feierte die Schützenbruderschaft ihren neuen König der damit seine Erika in den Stand der Königin erhob.

Kurze Zeit später ging es wieder mit Musik zum Abholen der neuen Majestäten zur Schützenburg in den Hufer Weg, wo jetzt König Zwiebel mit seiner Erika die neuen Burgherren waren.  Nach kurzer Stärkung setzte sich zu Klängen von Marschmusik der ganze Zug in Bewegung und marschierte in die St. Maurinus – Pfarrkirche ein, wo schon der Kirchenchor mit seinem Dirigenten, Herrn Bruno Tigges, auf den Einsatz warteten. Die Krönungszeremonie war wieder besonders feierlich zu den wohlklingenden Gesängen vom Kirchenchor St. Cäcilia, was auch die vielen Kirchenbesucher sehr genossen haben.  Im Anschluss hieran ging es mit großer Freude ins Pfarrheim zum Krönungsball. Hier sorgte Günter Pimmer im Saal und draußen auf der Terrasse der „DJ – Kalle“ für Musik und gute Laune. Tanzend, lachend, singend waren wir plötzlich im neuen Tag, dem Dienstag, an dem wir in einigen Stunden aufräumen und reinigen sollten, also wieder im Dienst waren, darum heißt der auch Dienst-Tag.

Ein Schützenfest, das an allen Tagen mit regem Betrieb und fröhlichen Besuchern aufwarten kann,  ist für die arbeitenden Schützen- und stillen Helfer der Bruderschaft ein stiller Beweis dafür, dass sich die viele Arbeit und Mühe gelohnt hat.

Einer schönen alten Tradition folgend begleitete eine Vielzahl der Lützenkirchener Bruderschaft, das Allerheiligste beschützend, nun wieder die Fronleichnamsprozession. Seit wenigen Jahren gesellen sich die Quettinger Schützen dazu um friedlich zusammen marschierend, von Gebetstation zu Gebetstation, um letztlich dann in Quettingen in die die Kirche zu gelangen. Hier standen Busse bereit, die die Gläubigen aus Lützenkirchen nach dem Kirchgang wieder nach Hause zu bringen. Immer wieder ist es  eine Prachtansicht, unseren 1. Brudermeister in „Halbtracht“ –Hut und Jacke sind unter dem Sitz versteckt,  als Fahrer hinter dem Steuer von dem großen Bus zu entdecken.

Aber auch das Fest der Kleingärtner auf der Schönen Aussicht am 15. Juni  bleibt nicht ohne den Besuch unserer Bruderschaft die dort immer wieder als gern gesehene Gäste begrüßt werden, was sicher auch dafür ursächlich ist, dass dieses Fest immer gut von uns besucht wird.

Nicht anders ist es mit dem Dorffest in der Biesenbach. Auch hier finden wir immer schnell in gute Laune und zum Gesang. Komischerweise auch zu Dollheiten, wie einen auf dem Tisch tanzenden 1. Brudermeister, vor Lachen von der Bank gefallen liegt der 2. Brudermeister lachend darunter und ähnliche Späßchen der restlichen Truppe. Beeindruckend waren früher die Heimwege, die immer von den Glühwürmchen ausgeleuchtet wurden. Leider wird  nur noch ein Frühschoppen veranstaltet und über Tag schalten die Glühwürmchen ihre Beleuchtung noch nicht ein, (sie haben noch keine Sparbirnen) wenn wir den Heimweg singend im Gänsemarsch und viel zu früh, antreten. Ich sage nur – un wenn dat Trömmelche jeiht…………….

Am 11.08. war für viele Schützen ein Alzheimertag. Sie hatten einfach vergessen das Fest in Kreuzbroich zu besuchen und trugen somit kräftig zur Blamage der Lützenkirchener Bruderschaft bei.

Noch schlimmer waren die Alzheimerfolgen in Fettehenne. Außer dem König, seinen Ehredamen, Adjutanten und dem 1. Brudermeister wurde niemand gesichtet. Sie werden sich wohl verlaufen haben! Diese beiden Bruderschaften werden wohl sicher keine Kopfstände mehr machen um unsere Festivitäten, stundenlang, mit Abordnungen zu besuchen. Dienst nach Vorschrift ist genau so miserabel wie ein Besuch der nicht kommt.

Zwischendurch war auch noch das Kampfer-Hof Sängerfest zu besuchen, auf dem auch schon weitaus mehr Teilnehmer gesichtet wurden. Glücklicherweise war die Ex-Königin mit einigen Ponies und Personal vor Ort, sodass die mickrige Teilnahme der Schützen auf dem voll besetzten Festplatz nicht so sehr auffiel.

Nicht zu vergessen ist das Fußballturnier in der „Bruch-Arena“, das als Dorfpokal vom SSV Lützenkirchen zum 80-jährigen Bestehen ausgerichtet wurde. Auf eine Teilnahme angesprochen habe ich spontan zugesagt und mit der Organisation begonnen, die ich dann wegen Auftritts-Verpflichtungen beim MGV – Lützenkirchen an Rudi Hürtgen als Coach übertragen habe. In der Kürze der Zeit war es nicht mehr möglich die Werbetrommel zu rühren und so wurde das System der Buschtrommel aktiviert. Eine richtig fröhliche Schützenfamilie hatte sich eingefunden um die Fußballer der Schützenbruderschaft ordentlich anzufeuern. Im diesem Jahr, mit noch Teilnehmer aus der Schützenfamilie, ist dies noch zu steigern.

Nachdem die Fußballer der Schützen vom Arenasprecher begrüßt waren, wurde uns Schützen zu Ehren das Lied vom „Schötzekünnig“ eingespielt. Danach ging es los. 5 Spiele haben unsere tapferen Fußballer unter der Regie unseres „Star-Coaches“ Rudi Hürtgen absolviert und nur eines ging verloren. Dies ist ein sehr gutes Ergebnis, womit bewiesen wurde, dass unsere Schützen nicht nur auf Zielscheiben schießen können, sondern auch auf Fußball-Tore. Die anderen Teilnehmer und die meisten Besucher waren überrascht darüber, dass wir Schützen uns überhaupt auf den Fußballplatz trauen und dann auch noch ein gutes Ergebnis einfahren. Für das nächste Turnier um den Dorfpokal habe ich unsere Zusage, Euer aller Einverständnis voraussetzend, bereits gegeben.

Das Pfarrfest hatte auch unter Besucherschwund zu leiden, wobei allerdings einige Schützen die Fahne mit Standdiensten hochhielten, während die anderen in PKW’s zum Bundesschützenfest nach Ahrweiler gereist waren. Hier musste daher eine Teilung vorgenommen werden. Die Einen hier und die Anderen dort.

In Ahrweiler hielten sich insgesamt 25.000 fremde Schützen und die aus Lützenkirchen auf. Die mit den Rotwein-Nasen waren garantiert nicht, wie wir, erst gerade am Sonntag angereist, nein, sie waren schon einige Tage vorher in den Weinbergen und inzwischen sind sie mit den Rebläusen auf Du und Du. Der Wettergott war vernünftig und so konnte man beim gemeinsamen Gottesdienst im Ahrstadion eine Vielfalt an Fahnen und Schützen in tollen Uniformen, sowie Musikkapellen genießen. Aber auch hier waren wieder lange Wartezeiten bis zum Abmarsch für den Umzug angesagt. Unglaublich viele gut gelaunte Menschen standen, meistens staunend und Beifall klatschend am Straßenrand. Nachdem dies alles ausgestanden war kehrten wir im Festzelt ein und nur die Autofahrer tranken zur Führerscheinrettung Wasser. Mit leichten Erschöpfungserscheinungen fuhren wir wieder nach Lützenkirchen zu unserem Präses F.J. Pitzen aufs Pfarrfest. Hier waren schon die Aufräumarbeiten im Gange und doch wurde es wieder dunkel bis der Bierwagen schloss. Hier fanden dann unsere Füße Gelegenheit zur Erholung und wir einen schönen Ausklang in fröhlicher Runde.

Nun kam das das Wochenende an dem  unsere Fahnenschwenker und Jungschützen wieder auf große Fahrt gingen und zwar nach Bernkastl-Kues um dort fahnenschwenkend am Umzug teilzunehmen. Dies ist immer wieder eine schöne Veranstaltung an der viele und gerne teilnehmen. Vereinzelt werden auch Altschützen dort gesichtet, die selber noch als Jungschützen damals den Dienst an der Fahne taten. Es ist toll, dass man sich immer noch gerne in Berkastl-Kues an die Jungschützen- und Fahnenschwenker aus Lützenkirchen erinnert und wir immer wieder zur Teilnahme eingeladen werden. So bliebe nur anzuregen, dass die Altschützen zum selben Termin einen Ausflug zu diesem Weinfest machen und mitfeiern. Diese wäre dann um den 07. September in diesem Jahr. Den Termin könntet ihr Euch für die Planung schon notieren.

Am 22. September stand die Herbstversammlung an. Sie lief mit den üblichen Ritualien normal ab und wurde wieder, fast, von dem gleichen Kreis der Teilnehmer besucht. Keine besonderen Vorkommnisse.

Unsere Jugend ist, wenn man sie lässt, sehr reiselustig. So fuhren sie auch mit ihrem quirligen und vor guten Ideen strotzenden Jungschützenmeister, Guido Hempel, am 30. September für ein Wochenende zum Bundesjungschützentag nach Ostenland bei Paderborn, wo sie viel erlebten und auch ordentlich Spaß hatten. Zu ihrer großen Freude tauchten zum Umzug dann auch noch das Königspaar Herbert Zibulla mit seiner Königin Erika Kasper und einige Altschützen auf.

Das Oktoberfest lief auch wieder im gleichen Rahmen wie in den Jahren zu vor ab. Viele Gäste, viel Gesang, viel Tanz, viel Bier und die der Welt besten Haxen. Oh Schützenherz, was willst Du mehr? Den eingesetzten Arbeitskräften und Helfern aus dem Kreise der Bruderschaft muss man viel Anerkennung zollen und Dank aussprechen. Ein Bravo für Dieter Lange, dem Initiator und Chef diese Festes, sowie den fleissigen „Haxenfreunden Lützenkirchen“ – so heißen sie inzwischen. Prost!

Am 26.10.  wurde unser König Herbert Zibulla 70 Jahre und am 27.10. wurde, nach Verschiebung, zum „Herbst- und König Zwiebel-Fest“ als Geburtstagsfeier im Licht- und Luftbad auf dem Birkenberg eingeladen. Die Teilnahme aus der Schützenfamilie war sehr rege und alle Gäste erfreuten sich an den Leckereien und lukullischen Genüssen, die das Multitalent der Schützenbruderschaft, Dieter Lange, mit seinen Helfern zubereitet hatten. Dies war die Basis für ein schönes, fröhliches, sowie harmonisches  Fest bis in den anderen Morgen.  Mit Freude war auch hier ein guter Zusammenhalt und Harmonie in der Bruderschaft festzustellen.

So heißt es auch „Auf zum Halloween“ – dieser neue Begriff bringt die Augen der Jugend zum Glänzen. Dann ist Party angesagt und der Gewinner ist derjenige, der den größten Mut zur Hässlichkeit hat und dann auch noch singt,

               de Zombies danze Tango em Schönheits OP –

               dat es für die wie em Schlaraffeland,

               se fire op dr Scheeßanlage bes morjens en der Fröh 

                un blieve für iwig unerkannt.

 

So war es auch in diesem Jahr wieder. Die Schießanlage wurde mit viel Arbeit toll dekoriert und für dieses Event hergerichtet. Kaum zu Glauben aber wahr, auch Altschützen wurden gesichtet und die halfen auch noch mit. So muss es sein.

Bei dieser Gelegenheit ist noch die Hilfe, die die Jugend den Altschützen gibt, hoch zu loben. Oft genug halfen die jungen Leute den Altschützen aus der Patsche und stellten ihre Arbeitskraft mit Freude zur Verfügung. Nicht nur das, welch mickrig und armseliger Anblick würde die Schützenbruderschaft Lützenkirchen bei den Umzügen der befreundeten Vereine abgeben, wenn nicht die Fahnenschwenker und die Jugend vor uns her marschieren würde.  So heißt es dann immer wieder bei den Zuschauern am Straßenrand, Mensch, die Lützenkirchener sind wieder stark vertreten und so ist die Schützenjugend in Lützenkirchen und ihre Führung, die mit viel Herzblut bei der Sache sind,  unser ganzer Stolz.  

 

                     Ja, schön ist die Jugend,    sie war einmal,

             ist jetzt zum Mottolied für meine Generation geworden!

Die Witwen zu besuchen und zum Nikolaus zu beschenken ist eine wunderschöne Geste, die immer wieder von ihren Familien und Nachkommen gelobt wird. Dieter Lange macht sich die meiste Arbeit, denkt über Geschenke nach, kauft diese, packt sie ein und besucht die Damen zum Termin. Einige von ihnen sind nicht mehr so mobil und verlassen das Haus nicht mehr. Deshalb ist dieser Besuch besonders erfreulich und hochwertig. Auch die Prozente die dann angeboten werden.

Der Adventskaffee auf der Schießanlage hat sich auch inzwischen mit einer gewissen drangvollen Enge zu einer gern besuchten Veranstaltung entwickelt, die besonders den Witwen, meistens ehemaligen Königinnen, gut gefällt. Hier wird in Erinnerungen geschwelgt ………..schön war die Jugend……………!!!

Nicht zu vergessen sind hier die hilfreichen Geister die liebevoll, weihnachtlich, den Raum schmücken, Tische und Stühle rücken, sowie die Naschereien und sonstige Nahrung, auch flüssiger Art, bereitstellen, nachher alles spülen, aufräumen, putzen, usw. Alle Jahre wieder ist es für mich ein schöner Familientag in der Bruderschaft mitwohltuender Harmonie.

Alle Aktivitäten in unserer Bruderschaft führen zu dem starken Zusammenhalt, wie er mit der Hilfe im Brandfall bei Michael Werker, von vielen aus unserer Schützenfamilie unter Beweis gestellt wurde - aber niemand so vermutet hatte. Näheres hierzu ist beim 1. Brudermeister Karl Flemm zu erfahren.

Gut Schuss!!!

       

Die Aushilfsschriftführer und Vorleser 2007 Michael Ludwig und Peter Fiedeler - vorgelesen am  12. Januar 2008

 

Nachtrag 01 von 01

Das Königspaar Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt ermöglichten den Jungschützen unter Leitung vom Jungschützenmeister, Guido Hempel, eine mehrtägige Fahrt, inkl. Verpflegung und Zeltübernachtung in die Nähe von Helden auf dem Campingplatz „de Schatberg“. An dieses Event erinnern sich alle Beteiligten noch gerne. Weitere Details liegen dem Berichtverfasser nicht vor.

 

 

 

              Oktoberfest 2007 in Lützenkirchen

 

Die  „Haxenfreunde Lützenkirchen“  richteten  in  diesem  Jahr,  am 06. Oktober, wieder ihr inzwischen traditionelles und das bei Jung und Alt so beliebte Oktoberfest aus.

Um 18.00 Uhr sollte Einlass sein. Aber einige bereits Ausgehungerte befanden sich schon vorher, in voller Erwartung und Vorfreude auf die weltbesten Haxen, Kassler oder Leberkäse mit Knödel und Kraut, sowie dem frisch gezapften Wiesenbier, im Saal. Die Gerüche ließen einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen und so begann der Abend, untermalt mit bayerischer Musik. Der in Eigenleistung sehr schön dekorierte Pfarrsaal füllte sich schnell und war nachher mit Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Man wollte ja, wie in denen vergangenen Jahren auch, wieder einige schöne Stunden verleben. Nachdem die leckeren Speisen in den Bäuchen der Gäste verschwunden und als letzten Hungrigen in der Unterzahl waren, wagten sich die ersten Gäste auf die Tanzfläche und viele blieben auch sehr lange dort. Der Grund war wohl die gelungene Auswahl der schönen, sowie passenden Musiktitel die vom „DJ  Kalle“ zu Gehör gebracht wurden. Bis in die frühen Morgenstunden wurde eifrig bei toller Stimmung  getanzt und gesungen.

Karl-Heinz Reiss stiftete für die amerikanische Versteigerung einen Riesenkürbis, der von 2 kräftigen Männern, nur unter größter Mühe und Anstrengung in den Saal gebracht werden konnte und wurde so dem staunenden  Publikum vorgeführt.  Die amerikanische Versteigerung führte zur Erheiterung der Saalgäste das beliebte und bestens bekannte Altgenie und Lützenkirchener Urgestein, Fritz Wienecke,  mit großem Erfolg durch. Den Zuschlag erhielt letztlich Gisela Günther, vom Autohaus Günter, in Lützenkirchen und  kurzum wurde sie hierfür geehrt und zur „1. Kürbiskönigin“ bei den Haxenfreunden in Lützenkirchen ernannt.  Die feierliche Ehrung findet noch in diesem Jahr auf der Schießanlage der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Lützenkirchen statt.  Ab nächsten Sonntag von 10:30 bis 13:00 Uhr liegen viele Bilder vom Oktoberfest 2007 und den Jahren davor zur Einsichtnahme bis 18.11.07  auf der Schießanlage aus. Die Bevölkerung ist zur Sichtung des Bildmaterials herzlich eingeladen. Ein Luftgewehr und KK-Schießen ist  unter der Aufsicht und Anweisung eines Schießleiters fast jeden Sonntag möglich.

Die gute und ausgelassene Stimmung aller Gäste bescheinigt den fleißigen Haxenfreunden aus Lützenkirchen, sowie deren stillen Helfern im Hintergrund, dass gute Arbeit geleistet wurde und dass man es immer wieder versteht in Lützenkirchen mit viel Freude am Leben zu feiern. Aufmunterndes Lob hörte man immer wieder zu einer sehr gut gelungen Veranstaltung, wobei die Haxen wieder einmal mehr der Hit waren.  

Die meisten Oktoberfestbesucher sind sich darüber einig, dass sie im nächsten Jahr, am 04. Oktober, wieder bei den Haxenfreunden in Lützenkirchen zu Gast sein wollen und so ging eine gut gelungene Veranstaltung, mit sehr viel Arbeit für alle Beteiligten, erfolgreich zu Ende. Die Besucherzahlen und der Verzehr, sowie eine Bombenstimmung bis in die frühen Uhren belegten dies überdeutlich

 

Peter Fiedeler

Bilder vom Oktoberfest finden sie hier!

 

Fahnenschwenken - Eine Tradition im Schützenwesen

Fahnenschwenkerlehrgang vom 16.06. - 17.06. in Manderscheid

 

Schon seit längerer Zeit wollte unsere Fahnenschwenkerabteilung an einem Lehrgang teilnehmen. Bisher gab es jedoch keine Gelegenheit dazu, bis wir von der Diözese Trier eingeladen wurden. Und zwei Wochen nach unserem eigenen Schützenfest ging es dann auch schon los. Unser Jungschützenmeister Guido Hempel machte sich mit uns drei Jung- und Schülerschützen auf den Weg nach Manderscheid. Die Reise begann am Samstagmorgen gegen 10.00 Uhr. Als Unterstützung sollte ein Navigationssystem dienen. Jedoch hatte niemand von uns geahnt, dass uns diese schöne Frauenstimme in das falsche Manderscheid schickt. Nachdem wir einen Bauern nach dem richtigen Weg gefragt hatten, waren wir doch erleichtert, dass wir nicht die einzigen waren die sich hierhin verfahren hatten. Besondere Freude machte uns auch noch ein Autofahrer aus dem Raum Kleve. Irgendwie haben wir es geschafft, trotz angeblicher Abkürzungen des Navigationssystems, immer wieder hinter diesem Auto zu landen. Trotz dieser Strapazen haben wir es geschafft früher da zu sein als der Veranstalter selber.

Bevor jedoch mit dem Fahnenschwenken begonnen wurde, machte die ganze Gruppe, die aus ca. 20 Teilnehmern bestand, auf den Weg zu einem Bauernhof der sich auf die Produktion von Milch spezialisiert hatte. Obwohl einige mehr oder weniger begeistert waren, lockerte dieser Besuch die ganze Stimmung doch etwas auf.

Am Nachmittag trafen wir uns alle in einem Gemeinschaftsraum um mehr über den Ablauf des Lehrgangs zu erfahren. Dazu gehörte nicht nur der theoretische, sondern vor allem der praktische Teil. Und um 18.00 Uhr begann dieser dann auch. Unsere Gruppe bestand aus Anfängern, jedoch auch aus Schwenkern die schon einige Jahre dabei waren. So konnte jeder jedem etwas beibringen. Der Spaß sollte dabei natürlich im Vordergrund stehen und das tat er auch.

Am Abend wurde dann in gemütlicher Runde gegrillt, miteinander geredet oder noch etwas geschwenkt. Es wurde viel gelacht und über Schützenfeste und Fahnenschwenken erzählt. Es war sehr interessant zu erfahren wie unterschiedlich Schützenfeste gefeiert werden, besonders wenn man selber etwas anderes gewohnt ist. Somit war der erste Tag auch schon fast vorbei. Einige gingen schlafen, andere trafen sich noch in dem Aufenthaltsraum oder in einer Kneipe und wieder andere konnten sich nicht zwischen Aufenthaltsraum und Bett entscheiden.

Ergebnis des Tages: Neue Erfahrungen in Sachen Fahnenschwenken sowie zwei kaputte Fahnen und ein blauer Zeh.

Der Sonntag begann mit dem Frühstück um 7.30 Uhr. Trotz Einschlafprobleme einiger Jungschützen, verursacht durch einen Jungschützenmeister (dessen Namen ich hier nicht nennen möchte), war es uns möglich fast pünktlich zu essen.

Nach dem Mittagessen um 13.00 Uhr wendeten wir uns dem Einzelschwenken zu. Die Schwenkzeit setzt sich hier aus der Pflicht, der Pause und der Zeit für die Kür zusammen. Wichtig dabei ist so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Für uns war es das erste Mal, dass wir nach diesem Punktesystem geschwenkt haben, es soll aber nicht das letzte Mal gewesen sein. Jeder Schwenker erhielt nach seiner Darbietung seine Punkte und einige Tipps der Richter.

Und damit endete eigentlich auch der Lehrgang schon. Zum Abschluss wurde zur Erinnerung noch ein Gruppenfoto gemacht. Nach der Verabschiedung ging es dann für Alle auf den Weg nach Hause. Die Rückfahrt verlief wesentlich entspannter, da es zum Glück nur ein Leverkusen gibt. Wir waren froh, dass wir an dem Lehrgang teilnehmen durften. Wir haben viel gelernt, viel gelacht und hoffen, dass wir solch ein Treffen noch ein Mal wiederholen können.

Marcel Melzer

Bilder vom Lehrgang finden sie hier!

 

Lützenkirchener Schützen- und Volksfest vom 1.-4. Juni

Dieses Schützenjahr hatte etwas besonderes, denn in diesem Jahr wurde unsere Jungschützenabteilung 75 Jahre alt. Dies musste natürlich gebührend gefeiert werden. Deshalb wurde dieses Jahr unser Schützenfest in Lützenkirchen um einen weiteren Tag – den Freitag – verlängert.

Und an diesem Tag hat unsere Jungschützenabteilung  keine Mühen gescheut und so wurde in Zusammenarbeit mit dem Lützenkirchener „DJ JoBo" eine Karoakenacht voranstaltet. Die „Mädels" unserer Jugend organisierten eine Cocktail-Bar. Bereits im Vorfeld wurde klar, dass dies etwas besonderes sein würde.

Fast pünktlich konnte unser Präses die, mit großer Anzahl erschienenen, Schützenschwestern und –brüder zu einem kurzen aber sehr gelungenen Wortgottesdienst begrüßen. Anschließend ergriff der Brudermeister Karl Flemm das Wort. Er erinnerte sich selber und die Schützenfamilie an die bisherigen Jungschützenmeister. Dieser Vortrag war für die aktuellen Jungschützen äußerst interessant, weil sie dadurch erfuhren, dass man bereits vor 40 Jahren dieselben „Probleme" hatte wie heute.

Nun war es aber an der Zeit zu feiern. Deshalb übernahm unser Jungschützenmeister das Kommando und gab der Musik das Zeichen zum Anfangen.

Die ersten befreundeten Bruderschaften warteten zu diesem Zeitpunkt bereits im Foyer des Pfarrsaales.

Nach den „Eisbrechern" der Jugend kam auch die geplanten Karaokeauftritte ins rollen. Besonders hervorzuheben sind diejenigen, die den Mut hatten sich oben auf die Bühne zustellen und ihre Gesangskünste dem Publikum zu beweisen.

Songs wie: „Pieces of me" von Ashley Simpson, „Karma Charmeleon" von Culture Club und „Don´t stop me know" von Queen waren ausgezeichnete Leistungen, welche die Highscores knackten. Aber auch die Songs die nicht so brillant vorgetragen wurden hatten ihren Reiz, denn beim Partysong von „Opus – Life is life" war der Gesang der vortragenden durch die lautstarke Unterstützung aus dem Saal eh nicht mehr zu hören.

In den Frühen Morgenstunden waren nur noch wenige Jung- und Altschützen übrig geblieben, die den Saal für den bevorstehenden Samstag reinigten und die Musikanlage abbauten.

 

Samstag, 02. Juni 2007

Pünktlich um 14:00 Uhr, bei ausgezeichnetem Wetter, rief unser Ehrenkommandant, Rudi Gajdzik, zum abholen unseres Königspaares an ihrer Residenz am Hufer Weg. Der Marsch zu unserem König wurde auch in diesem Jahr von den Langenfelder Stadtmusikanten musikalisch begleitet.

An der Königsresidenz empfing uns Joachim Panitz mit seiner Königin Nicole Vonscheidt, seinen Adjutanten und seinen Ehrendamen, welche die erschienenen Schützen mit kühlen Getränken und einem herzhaften Imbiss bewirteten.

Um 16:00 Uhr wurde dann zurück zum Schützenplatz marschiert, um im Anschluß mit dem Ausschießen des neuen Jung- bzw. Schülerprinzen und des Hutkönigs auf dem geliehenen Schießstand der Bruderschaft Reusrath zu beginnen.

Nach einem spannenden Wettkampf vielen auch der letzte Vogel von der Stange. Unsere Neuen Würdenträger sind:

Hutkönig: Rolf Rehse

Jungprinz: Michael Klatzek

Schülerprinzessin: Carina Feldhoff

Bei aller Freude der neuen Würdenträger waren aber auch die Enttäuschungen der übrigen vorhanden.

Am Abend stand der Königsball auf dem Programm und fast pünktlich wurde der Königstisch besetzt. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste legte die Show- und Partyband „Kärnseife" richtig los. Bereits mit dem ersten Song hatten sie einen Volltreffer gelandet. Die Band, wie auch das restliche Programme, wurde von unserem Schützenkönig Joachim Panitz organisiert und gebucht. Damit hat er einen sehr guten Geschmack bewiesen, wie man der Stimmung im Saal entnehmen konnte.

Auch in diesem Jahr wurde neben der Musik im Saal auch eine Beschallung des Festplatzes durchgeführt um auch die Zahlreichen Gäste am Bierwagen musikalisch zu unterhalten.

Nach bekannter Lützenkirchener Manier durften diverse Überraschungsauftritte nicht fehlen. So wurde die Tanzeinlage der TSG Leverkusen mit großem Beifall honoriert.

Um Punkt 21:30 Uhr wurde der Königstanz durchgeführt. Neben den Beförderungen der Schützenbrüder Michael Rappel zum Leutnant und Stefan Ludwig zum Fähnrich wurden noch einige kleinere Ehrungen vergeben.

Gegen 22:30 kündigte sich etwas ganz besonderes an. Der Bauchredner Klaus der mit seinen Affen Willi als „Klaus & Willi" im Kölner Karneval Berühmtheit erreichte trat im Lützenkirchener Pfarrsaal auf. Nach der bekannt „netten Begrüßung" durch Willi kam es zu einer Bühnenshow der besonderen Art. Auf Einflüsse aus dem Publikum wurde ebenso reagiert wie auf die Reaktionen aus dem Publikum. So wurde die Musik die durch die geöffnete Tür ins innere des Pfarrsaales drang durch einen äußerst witzigen Einwurf kommentiert. Im Anschluß an seine Show mit Willi, nahm sich Klaus unser Königspaar vor. Er trug durch die Mimik der beiden Unterstützt ein urkomisches Lied vor. „So ein Tag, so wunderschön wie heute" war zum Schreien komisch, da die Aktionen die sehr auf die Schippe genommen wurde, hätten auch genauso gut von unserem König selber stammen können.

Kurz vor Mitternacht stand dann der Auftritt des Travestiekünstlers Coco la Fontaine bevor. Durch anzügliche und spitzzüngige Bemerkungen und Witze erheiterte er, das immer noch gut besuchte Pfarrheim.

 

Sonntag, 03. Juni 2007

Der Sonntag begann wie die Jahre zuvor mit dem Besuch der heiligen Messe, dieses Jahr allerdings bereits um 9:30 Uhr. Diese wurde von unserem Präses F. J. Pitzen mit Unterstützung des Kirchenchors gehalten. Wieder einmal hatte die Bruderschaft ein Silberhochzeitspaar in seinen Reihen. Sabine und Karl Flemm erhielten durch Präses F. J. Pitzen eine kurze Segnung anläßlich ihrer bereits 25 Jahre andauernden Ehe.

Anschließend wurde das Bürgervogelschießen durchgeführt. Bürgervogelkönigin wurde Annemarie Schiefers. Die sich jetzt nach 23 Jahren Dorfschänke zur Ruhe gesetzt hat.

Um 15:00 Uhr begann unser großer Festumzug. Zu unseren „besonderen Gästen" gehörten der Bundeskönig, des Bundes der historischen Schützenbruderschaften, Werner Schmidt sowie der Bezirkskönig des Bezirkes Rhein-Wupper-Leverkusen Ralf Peters, der ebenso in der Bruderschaft Lützenkirchen den Posten des Kommandanten bekleidet.

Anschließend an den großen Festumzug wurde eine Kaffeetafel im Pfarrsaal eingerichtet.

Auf dem Schützenplatz konnte durch das Schießen der ehem. Könige und Kaiser und das Schießen der ehem. Königinnen und Kaiserinnen sowie durch die musikalische Unterstützung durch Albert Kötter ein gemütlicher Dämmerschoppen bis weit in die Finsternis durchgeführt werden.

 

Montag, 04. Juni 2007

Um Punkt 10:15 Uhr rief unser Ehrenkommandant zum Abholen des Königspaares. Zusammen mit den Langenfelder Stadtmusikanten und dem Bezirkskönig des Bezirkes Rhein-Wupper-Leverkusen holten wir unser Königspaar an Ihrer Königsresidenz am Hufer Weg Weg ab. Anschließend wurde nach einer kurzen Erfrischung mit gekühlten Getränken zur Anna-Kapelle marschiert. Dort wurde kurz am Gedenkstein der Bruderschaft inne gehalten um den Verstorbenen der Bruderschaft gedacht. Nach der Messfeier in der Anna-Kapelle überraschte der Kindergarten St. Maurinus unser Königspaar und das Silberhochzeitspaar Flemm mit einer hervorragen Gesangleistung. Woraufhin der Kinder gleich zwei Freifahrten auf dem Karussell auf dem Kirmesplatz ausgegeben bekamen.

Anschließend an die Messfeier fand das Königsfrühstück im Pfarrsaal statt. Hier gab es wiederum einige Überraschungen, z. B. gab es lustige Geschenke an unseren scheidenden König Joachim Panitz in Form von Duschgel, Bürsten etc. . Auch dieser ließ es sich nicht nehmen - bei seinen Ehrendamen, den Frauen der Schützen und dem scheidenden Prinzen bzw. der scheidenden Prinzessin - Danke zu sagen.

Leicht verspätet fand dann das Königsschießen auf dem Festplatz statt. Die warmen Temperaturen färbten auch an das Publikum ab. So wurde dass Schießen besonders aufmerksam von der Bevölkerung verfolgt.

Die heiße Spannung auf die zukünftige Majestät der Bruderschaft übertrug sich auch auf das Gewehr, denn dieses musste nachdem es heiß geschossen wurde ausgewechselt werden.

In einem spannenden Wettbewerb, mit drei weiteren hartnäckigen Kontrahenten, holte Herbert Zibula den Vogel von der Stange.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde der neue König kurzerhand in der Residenz des alten Schützenkönigs abgeholt.

Pünktlich um 19:00 Uhr wurde die Krönung der neuen Majestät sowie der Prinzen durchgeführt, welche durch den Kirchenchor gesanglich unterstützt wurde.

Ab 20:00 Uhr wurde im Pfarrsaal der Krönungsball abgehalten. Der Saal war bereits am Beginn der Veranstaltung bis auf den letzten Platz besetzt. Die musikalische Unterhaltung am Montagabend übernahm der in Schützenkreisen wohl bekannte Günter Pimmer. Der im Anschluß an den Krönungsball stattfindende Dämmerschoppen dauerte bis in die frühen Morgenstunden an und war der Tatsache das viele Schützen am folgenden Dienstag zur Arbeit mussten zum Trotz bis zum Schluß gut besucht.

Michael Ludwig

 

 

Jahreshauptversammlung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft

 

Nach dem Besuch der Abendmesse in der Pfarrkirche St. Maurinus begaben sich die Mitglieder der St. Sebastianus zur Jahreshauptversammlung ins gegenüberliegende Pfarrheim um der Versammlung beizuwohnen.

Der 1. Brudermeister, Karl Flemm, begrüßte die zahlreich vertretene Schützenfamilie mit Schüler- und Jungschützen mit ihrem Präses, Herrn Pastor Franz-Josef Pitzen. Die üblichen Regularien einer solchen Jahreshauptversammlung wurden zügig abgearbeitet um dann die Neuwahlen, wie nachstehend aufgeführt, anzugehen. Wieder gewählt wurden mit überwältigenden Mehrheiten der Wahlberechtigten 39 Schützen:

 

 

 

 abgegeben 

 ja 

 nein 

 Enthaltung 

 2. Brudermeister

 Peter Fiedeler 

 38

    36   

 1

 1

 2. Kassierer

 Dieter Lange

 38

 37

 1

 0

 1. Schriftführer

 Michael Werker

 39

 39

 0

 0

 1. Schießmeister

 Alfred Märtl

 38

 38

 0

 0

Kassenprüfer für 2007 sind Bernd Schmidt mit Wolfgang Ludwig

Von den Jungschützen wurde Stefan Ludwig in die Altschützen übernommen.

Der bisherige Pressesprecher Peter Fiedeler stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung und diese Tätigkeit wurde mit sofortiger Wirkung auf Michael Ludwig übertragen.

 Peter Fiedeler

 

 

Patronatsfest der St. Sebastianus Schützen in Lützenkirchen / Segnung des Gedenksteines an der Anna-Kapelle

 

Bevor Die St. Sebastianus Schützen Ihre weltliche Feier des Patronatsfest abhalten konnten, wurde der Gedenkstein, der an die verstorbenen Mitglieder der St. Sebastianus Schützenbruderschaft erinnern soll von der Schützenfamilie und einigen Personen aus Lützenkirchen von Präses Pfarrer Franz Josef Pitzen eingeweiht Im Anschluss hierauf wurde in der Anna-Kapelle ein kurzer Schützengottesdienst von unserem Präses gehalten. Doch unsere Lützenkirchener Schützenbruderschaft ist immer wieder für eine Überraschung gut und so wurde noch während der Messe Paul Schäfer, seines Zeichens langjähriger Küster und Organist der St. Maurinus Pfarre, für seine 40 jährige Mitgliedschaft bei den St. Sebastianus Schützen in Lützenkirchen, sehr zu seiner Verwunderung, geehrt.

Im Pfarrsaal erfolgte für unsere Bruderschaft bereits die nächste Überraschung, denn der Saal war bereits bis auf den letzten Platz belegt und so mussten viele Schützen einen Platz, an den nun heißbegehrten, Stehtischen im Foyer nehmen. Das tat der guten Stimmung im Saal und im Foyer keinen Abbruch, denn die Italo-Live Band zeigte gekonnt, wie man gute Musik für Jung und Alt macht.

Fast pünktlich erfolgte der Einzug des Königspaares und des Präses. Auf den schon bald, wegen des sehr engen Zeitplanes, der Königstanz folgte.

Nun folgte etwas für die kulturelle Weiterbildung, denn zwei Frauen gaben der Lützenkirchener Bevölkerung eine Kostprobe der indischen Tanzkunst. Diese „Bollywood" Tänzerinnen ernteten für ihren Auftritt Lob und Anerkennung der Lützenkirchener Bevölkerung und der Schützen.

Kurz darauf wurde es voll und turbulent im Saal, denn seine Tollität Prinz Thomas der II. rückte mit samt seiner Prinzengarde in den Festsaal ein und steigerte mit seinem Auftritt die Stimmung. Das direkt im Anschluß kommende Kinder-Dreigestirn aus Blecher, Prinz Sven der Erste, Prinzessin Ariana und Bauer Max, mitsamt ihres Festkommitees und den Traumtänzern aus Blecher steigerten erneut die Stimmung. Auch der „Italo-Live Band" gelang es die inzwischen ausgezeichnete Stimmung im Saal aufrecht zu erhalten.

Ein Auftritt jagte den anderen. Elke Abts, Coversängerin aus Köln, stand nun im Rampenlicht und sie verstand es zur Live - Musik gesangliche Vorträge von höchster Brillianz zu Gehör zu bringen. Mit vielen Evergreens wie „Er gehört zu mir" brachte sie den Saal zum Kochen. Aber auch Liedgut in kölscher Mundart trug sie gekonnt vor. Ein derartig guter Auftritt führt dann auch zu vielen kräftigen „Zugabe-Rufen" denen sie sie gerne Folge leistete. Nach Mitternacht gab es den letzten Auftritt des heutigen Abends. Zwei junge Damen zeigten uns Ihre „Flamenco" Tanzkünste, auch dieser Auftritt wurde dann wieder von Zugabe rufen begleitet.

Nun war nur noch Live Musik und Tanz bis in die ganz frühen Morgenstunden angesagt und erstaunlich viele Paare, aller Altersklassen, nahmen die Gelegenheit zum ausgiebigen Tanzvergnügen wahr. Der Veranstalter und die Saalgäste waren gleichermaßen glücklich und zufrieden mit diesem so schönen Verlauf des Patronatsfestes.

Michael Ludwig 21.01.2007

Bilder zur Segnung und zum Patronatsfest, sowie den Artikel aus der Zeitung finden sie hier!

 

Berichte 2006

 

Hier finden Sie die Berichte über:

  • die Jahreshauptversammlung
  • das Patronatsfest
  • das Begleiten der Kommunionkinder
  • das Schützenfest
  • das Oktoberfest
  • das Weinfest in Bernkastel-Kues/Mosel

 

 

Fahrt nach Bernkastel-Kues/Mosel 2006

 

Wie in jedem Jahr besuchten wir, die Fahnenschwenker und Jugendabteilung der Bruderschaft, das Weinfest in Bernkastel-Kues. Es war das zweite Jahr in dem wir nicht nur das Fest und den Umzug besuchten, sondern uns auch über das Wochenende auf einem Campingplatz niederließen, um ein paar schöne Tage miteinander zu verbringen.

Die Reise begann am 01. September auf dem Vorplatz der Schießanlage. Viele Jugendliche und viel Gepäck musste in den Autos verstaut werden. Darunter natürlich auch die Schwenkfahnen, ohne welche die Fahrt nicht viel Sinn gemacht hätte. Mit vollgepackten Autos ging es dann auf den Weg zur Mosel. Die Fahrt verlief bis auf eine Pause und einen Umweg - aufgrund von Versagen eines Navigationssystems - relativ ruhig und entspannt. Die Stimmung war gut und so machte es uns auch nichts aus, am späten Nachmittag noch die Zelte und Bierbänke aufzustellen. Um uns körperlich nicht zu überanstrengen, beschlossen wir einen Pizza-Lieferservice in Anspruch zu nehmen. Doch bei unserem Glück an diesem Tag, war es natürlich abzusehen, dass wir falsche Pizzen geliefert bekamen und das auch noch ziemlich spät. Der restliche Abend wurde damit verbracht, den nächsten Tag zu planen oder einfach nur miteinander zu reden.

Am Samstagmorgen konnte man sehr gut die unterschiedlichen Schlafgewohnheiten der Jugend erkennen. Während einige schon sehr früh wach waren, schliefen andere noch bis es Mittag war. Nach dem Frühstück wurde dann begonnen den wundervollen Tag auszunutzen. Einige schnappten sich ihre Fahne und übten noch etwas für den Umzug; andere fuhren mit dem Kanu über die Mosel oder versuchten ihr Glück beim Kniffel und Karten spielen.

Gegen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Weinfest und zur Kirmes. Ein paar Jungschützen hatten das Bedürfnis ihre Männlichkeit unter Beweis zu stellen indem sie auf einen ca. 30 Meter großen rotierenden Turm gingen. Ihre Schreie ließen darauf schließen, dass sie ihren Spaß hatten. Die etwas kleineren entschlossen sich dann doch die anderen Fahrgeschäfte der Kirmes zu nutzen.

Nach einem kleinen Imbiss gingen wir zu einer großen Wiese an der Mosel. Gegenüber der Wiese befindet sich auf einem kleinen Berg die Burg Landshut. Von ihr aus und von einigen Schiffen wird den Besuchern in jedem Jahr ein großes Feuerwerk geboten. Das war für uns Grund genug wieder hier hin zu kommen und das größte Feuerwerk an der Mosel zu genießen.

Nachdem es einige Minuten dunkel war, wurden die Straßenlaternen ausgeschaltet und das Feuerwerk begann. Immer wieder wurde die Begeisterung der Zuschauer durch klatschen und pfeifen ausgedrückt.

Das Feuerwerk war zu Ende und somit auch der erste Abend auf dem Weinfest. Bei einem Lagerfeuer mit Getränken und Chips war auch der zweite Tag auf dem Campingplatz vorbei. Wie lange manche aufblieben kann ich leider nicht sagen.

Am Sonntag war es dann so weit. In ein paar Stunden würde der große Festumzug beginnen und somit auch unser Auftritt. Die Zelte wurden abgebaut, das Gepäck wieder ins Auto geschleppt und die schwarzen Hosen und weißen Hemden wurden angezogen. Mit erstaunlich guter Laune ging es dann wieder zum Weinfest nach Bernkastel-Kues. An unserem Stammplatz an einer der vielen Weinbuden wurde dann auf den Beginn des Zuges gewartet. Mit unseren Fahnen und unter den zum Teil erstaunten Blicken ging es dann zu unserem Startplatz. Nach einem lauten Knall setze sich der Zug in Bewegung. Wir versuchten so gut es geht das Publikum mit unseren Würfen und “Techniken” zu beeindrucken. Auch wenn man sehr oft den Spruch “Los, werfen” zu hören bekam. hat es trotz einiger Anstrengungen sehr viel Spaß gemacht. Die Stimmung und das Wetter waren so gut, dass es fast schon schade war wieder nach Hause zu fahren. Doch werden wir wohl auch dieses Jahr wieder das Weinfest nutzen um ein schönes Wochenende mit viel Spaß und Freude zu verbringen.

Marcel Melzer

 

 

Details der Jahreshauptversammlung 2006

 

Im Anschluss an den Besuch der Abendmesse in der Pfarrkirche von St. Maurinus begrüßte der 1. Brudermeister Karl Flemm die Mitglieder der St. Sebastianus Schützenbruderschaft die zahlreich der Einladung zur Jahreshauptversammlung ins Pfarrheim gefolgt waren.

Die Neuaufnahme in die Bruderschaft war der erste Punkt der zur Abstimmung kam. Frau Sabine Flemm wurde mit einem sehr guten Wahlergebnis in die Bruderschaft, Abteilung Fahnenschwenker, aufgenommen. Danach wurde den Verstorbenen der Schützenfamilie gedacht. Verlesen wurden die Niederschrift der Herbstversammlung 2005 und der Jahresbericht 2005, sowie der Kassenbericht 2005. Danach erfolgt die Entlastung des Vorstandes.

Ehrung verdienter Schützen war der nächste Tagesordnungspunkt die durchgeführt wurde. Geehrt mit dem „Silbernen Verdienstkreuz“ wurde Heike Peters, die erste Frau in der Vereinsgeschichte, die im Wettkampf um die Königswürde gesiegt hat und in ihrer Amtszeit von 2004 bis 2005, zusammen mit ihrem Gatten Ralf Peters als Prinzgemahl, die Schützenbruderschaft repräsentiert.

Nach dem Bericht des 1. Brudermeisters, Karl Flemm, wurden Neuwahlen für Teilebereiche im Vorstand durchgeführt. Mit überwältigenden Ergebnissen wurden alle Amtsinhaber wieder gewählt. Dies sind:

Karl Flemm – 1. Brudermeister
Detlef Walczak – 1. Kassierer
Andreas Claaßen – 2. Schriftführer
Bernd Feldhoff – 2. Schießmeister

Kassenprüfer im nächsten Jahr wurden die Herrn Karl-Heinz Opper und Wolfgang Ludwig.


                                                                                                                                                                 Peter Fiedeler

 

Patronatsfest der besonderen Güteklasse in Lützenkirchen

 

Schon im Vorfeld waren die ersten Anzeichen dafür erkennbar, dass erneut in Lützenkirchen bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft ein Patronatsfest der besonderen Art gefeiert wird, in dessen Verlauf die Ereignisse und Höhepunkte einen besonders hohen „Spaßfaktor“ haben werden. Dies hatten auch die vielen Festbesucher erkannt und so strömten sie schon sehr früh in den Saal. Dieser war dann auch schon von Beginn an bis auf den letzten Sitzplatz belegt und viele Gäste waren froh, dass es Ihnen gelang im Foyer an den Partytischen und an der Theke noch einen Stehplatz zu ergattern. Gerd Hölsken und seiner Live-Musik gelang es gleich zu Beginn mit viel Fingerspitzengefühl gute Stimmung im Saal zu verbreiten und dies gelang ihm bis in die frühen Uhren.

Doch bevor gefeiert werden konnte, wurde zu erst die HL. Messe in der St. Maurinus Pfarrkirche besucht. Diese zelebrierte der Präses der Bruderschaft, Herr Pastor Franz-Josef Pitzen mit der musikal. Hilfe vom Kirchenchor St. Cäcilia, der sehr erfolgreich von dem Dirigenten, Herrn Bruno Tigges, geleitet wird. Die Messbesucher hörten zum Kommuniongang das Lied mit dem Titel: „Echte Fründe“ besonders feinfühlig und gekonnt von Herrn Tigges, zu Gehör gebracht. Später sprach der Präses ein Gebebt in kölscher Mundart, welches dann auch in Mundart von dem Kirchenchor gesanglich und mit Unterstützung der Orgel dargeboten wurde. Diese Variante in der Hl. Messe wurde von den Messbesuchern dankbar und mit Begeisterung aufgenommen.

Im Anschluss an die Hl. Messe begannen dann die Feierlichkeiten. Die Gäste im Saal erlebten unter den Klängen des Live-Musikers, Gerd Hölsken, den Einzug des Präses der Bruderschaft, F.-J-. Pitzen mit dem Königspaar Michael Rappel und Iris Scharnikel und den Ehrendamen sowie Adjutanten. Schon gleich nach der Begrüßung der Saalgäste durch den 1. Brudermeister Karl Flemm, ging es Schlag auf Schlag. Der Bezirksbundesmeister, Klaus Klinkers, war schon anwesend und so konnte der Königstanz und die Ehrungen vorgezogen werden. Im Verlauf dieses Rituals wurden ganz hohe Ehrungen durchgeführt. Dies waren dann:

Hoher Bruderschaftsorden
1. Georg Wischolek, General in der Bruderschaft, von nach einem Urlaub zurückkommend nichts ahnte hiervon. Ebenso erlebte er eine Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Dieter Lange, Kassierer und ein Urgestein sowie Rückhalt in der Bruderschaft, das mit viel Herzblut immer wieder neue Einsätze zeigt, auch wenn die Gesundheit ihm sagt, lass es sein. Aber gerade seine Pfiffigkeit, seine Ideen, sowie unzähligen und unermüdlichen Leistungen, auch mit finanziellem Einsatz privater Mittel, sowie seine stets gleich bleibende Fröhlich- und Freundlichkeit, machten diese Ehrung hochnotwendig. Der brausende Beifall belegte dies.

60 Jahr Mitgliedschaft.
Hierfür wurde Erich Oppermann besonders unter Würdigung seiner Verdienste für die Bruderschaft geehrt.

25 Jahre Mitgliedschaft
Für dieses Jubiläum wurde der verdiente Schütze und Adjutant, Herbert Zibulla geehrt.

Nun kam auch wieder die Live-Musik zum Einsatz. Plötzlich tauchte der Prinz, Klaus Uwe der I, mit seinen Adjutanten, der Prinzengarde und dem Bayerspielmannszug auf und bescherte den Saalgästen einen schönen und unvergesslichen Auftritt.

            

Nun kam die Live-Musik erneut , aber nicht lange zum Einsatz; denn es tauchten die „Original Eschweiler“ auf. Schon gleicht mit den ersten musikal. Darbietungen rissen Sie die Besucher vom Patronatsfest von den Stühlen. Diese sangen und bewegten sich zu den schmissigen Rhythmen der Musik. Eine eigene Gesangsgruppe unterstützte die Musiker und das gemeinsame Ergebnis dieser Bemühungen war dann eine Riesenstimmung die fast 1 Stunde anhielt. Einige ältere Besucher sah man dann die Batterien aus den Hörgeräten zu entfernen. Sie waren nicht mehr notwendig.

Nun endlich kam auch die Live-Musik wieder zum Zuge. Gerd Hölsken gelang es immer wieder unheimlich viele Paare auf die Tanzfläche zu bringen die sich fröhlich zu der Musik bewegten. Die Zeit verging sehr schnell und plötzlich stand schon wieder ein neuer Höhepunkt auf der Bühne. Eingetroffen waren die „Boore“. Auch ihnen gelang es schnell die Saalgäste zu begeistern. So war erneutes Mitmachen, Mitsingen in gelöster und heiterer Atmosphäre zu beobachte. Natürlich durfte ihr neues Lied von den Rosen nicht fehlen. Es wurde auch gleich zum Ohrwurm.

              

Nach Mitternacht war dies der letzte Auftritt auf dem Patronatsfest in Lützenkirchen. Nun war nur noch Live-Musik und Tanz bis in die ganz frühen Uhren angesagt und erstaunlich viele Paare, aller Altersklassen, nahmen die Gelegenheit zum ausgiebigen Tanzvergnügen wahr. Der Veranstalter und die Saalgäste waren gleichermaßen glücklich und zufrieden mit diesem so schönen Verlauf des Patronatsfestes. Somit freuen sich schon jetzt alle anwesenden Besucher auf das Schützenfest im Juni bei dem es auch wieder verspricht sehr schön zu werden, vom nächsten Patronatsfest in Lützenkirchen ganz zu schweigen. Für die Schützenbruderschaft St. Sebastianus Lützenkirchen hatte somit das Schützenjahr 2006 mit dem Ergebnis der Jahreshauptversammlung und diesem tollen Patronatsfest einen sehr schönen Einstand.

Peter Fiedeler

 

 

St. Sebastianus Schützen begleiten Kommunionkinder in Lützenkirchen

 


Heute, am weißen Sonntag, stellten sich über 50 Kommunionkinder an der Grundschule in Lützenkirchen auf, um bei trocknem Wetter zur 1. Hl. Kommunion in die St. Maurinus Pfarrkirche, angeführt von Herrn Pastor Sander aus Quettingen und einer Schar Mess-Dienern aus Lützenkirchen, zu gehen.

Dieser feierliche Zug, der sich nach einigen Jahren wieder erstmalig von der Grundschule aus in Bewegung setzte, wurde von einer sehr großen Anzahl Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lützenkirchen unter der Führung der beiden Brudermeister Karl Flemm und Peter Fiedeler, bis zum Haupteingang der St. Maurinus Kirche, begleitet. Hier im Windschutz entzündeten die Schützen die Kerzen der Kommunionkinder und im Anschluss zogen sie in die Kirche und nahmen in den vorgesehenen Reihen ihren Platz ein.

Der Kirchenchor von St. Cäcilia Lützenkirchen, unter der Leitung von ihrem Dirigenten, Herrn Bruno Tigges, gab mit den gesanglichen Darbietungen, dieser Hl. Messe zur Erstkommunion, einen besonders feierlichen Anstrich, woran die sich die mit Gottesdienstbesuchern aus Fern und Nah, prall gefüllten St. Maurinus Pfarrkirche, sehr erfreuten.

Peter Fiedeler

 

 

Schützenfest in Lützenkirchen vom 10.-12.06.2006


Samstag

Pünktlich um 14:15 waren die Schützen mit den Langefelder Stadtmusikanten angetreten um den amtierenden König Michael Rappel mit seiner Königin Iris Scharnickel am Königshaus abzuholen. Der 2. Brudermeister und Petrus haben wunderbar Hand in Hand gearbeitet und das Wetter mit blauem Himmel und hohen Plusgraden konnte sich sehen lassen.

Nach einer hervorragenden Bewirtung mit Platzkonzert wurde sich gegen 15:30 erneut mit dem Königspaar aufgestellt und ein Umzug zur Marschmusik der Langenfelder Stadtmusikanten führte durch Lützenkirchen zum Festplatz am Pfarrheim von St. Maurinus.

Nun begann das Schießen auf die Würde von Hutkönig, Jungprinz und Schülerprinz bzw. – prinzessin mit folgenden Ergebnissen:

Hutkönig: Christian Claaßen mit 128 Schuss

Schülerprinzessin: Carina Feldhoff mit 136 Schuss

Jungprinz: Michael Ludwig mit 288 Schuss

Fast pünktlich zogen der Präsis der Bruderschaft F.-J. Pitzen und das Königspaar Michael Rappel - Iris Scharnickel mit den Ehrendamen, sowie Adjutanten zu Marschklängen, die vom „Moonlight Duo“ aus Waldbröl, zu Gehör gebracht wurden unter viel Beifall in den Saal ein.

Nach der Begrüßung der Saalgäste durch den 1. Brudermeister, Karl Flemm, nahm der stellvertretende Bezirksbrudermeister Wolfgang Gerner 2 Ehrungen vor. Besonders geehrt wurden für die vielen Jahre im Einsatz als 1. Schriftführer und seine insbesondere herrlichen, sowie humorvollen und kurzweiligen Jahresberichte, Michael Werker mit dem hohen Bruderschaftsorden. Geehrt wurde auch Christian Claassen mit der goldenen Nadel, 3. Klasse, für seine Aktivitäten, über viele Jahre als Fahnenschwenker.

Im Anschluss formierten sich die Sänger vom MGV – Lützenkirchen von 1893 e.V. zu einem Vortrag mit neuem und fröhlichem Liedgut, wobei das Lied vom „Schötzekünning“, vorgetragen von Reinhold Thull, natürlich nicht fehlen durfte. Für diese Liedvorträge gab es dann auch sehr viel dankbaren Applaus vom Publikum.

Der Königstanz schloss sich an. Die alten und schon bekannten neuen Würdenträger wurden dem Publikum im Saal vorgestellt. Eine Überraschung folgte. Die „Dolphin-Line-Dancers“ stellten sich 30 Minuten lang mit Ihren Tanzkünsten vor und mussten sich den Zugabeforderungen aus dem Saal beugen. Erwähnenswert ist, dass sie ihr Honorar als Spende verstehen und dieses Geld an „Dolphin aid“ (Delphine helfen Kindern) komplett weiterleiten. Aufgrund dieser Tatsache führte der 1. Brudermeister, Karl Flemm, eine „Spontansammlung“ durch und ging mit dem Hut rund und sammelte für den guten Zweck zusätzliches Geld bei den Schützen und Gästen.

Überrascht wurde das Publikum auch von einer Bauchtänzerin die es verstand die anwesenden Gäste in Begeisterung zu bringen. Es gelang ihr sogar, einige Besucher auf die Tanzfläche zu locken und zum Mitmachen zu animieren. Ein älterer Gast, ein Lützenkirchener Original, zog kurz entschlossen sein Hemd hoch und ließ Bauch und Hüfte rhytmisch, sowie gekonnt zur großen Freude des Publikums und der Tänzerin kreisen. Ein Riesenspaß mit Riesenapplaus war das Ergebnis.

Das „Moonlight Duo“ ging nun auch in die Vollen und trug noch viel zum Erhalt der guten
Stimmung im Saal bei. Das Angebot zum Tanzen und Mitsingen wurde von den Königsballbesuchern gerne angenommen und so ging es erneut bis in die frühen Uhren.


Sonntag

Pünktlich um 10 Uhr zog das Königspaar mit den Schützen zum Hl. Festhochamt, das vom Präses der Bruderschaft Herrn Pastor F.-J. Pitzen gehalten wurde in die Pfarrkirche von St. Maurinus ein. Erfreulicherweise wurde dieses Hl. Festhochamt erneut vom Kirchenchor, unter dem Dirigat und der Leitung von Herrn Bruno Tigges, musikalisch und gesanglich mitgestaltet. Besonders erwähnenswert ist noch, dass es dem Kirchenmusiker Herrn Tigges besonders gut gelang im Auszugslied dann zart und fein die Melodie des bekannten Liedes „Echte Fründe stonn zosamme“ unterzubringen und manch einer benötige sehr lange um dies fein zu Gehör gebrachte Melodienspiel zu erkennen. Hierüber zeigten sich alle Kirchenbesucher sehr erfreut.

Nach der Hl. Messe stellten sich das Königspaar und die Schützen zur Parade mit kleinem Umzug, vor dem Pfarrheim auf. Unteressen begann auch schon das „Bürgervogelschießen. Bürgervogelkönig wurde mit 390 Schuss, Jörk Strunk aus Leverkusen.

Nach dem Empfang der 8 Brudervereine begann um 15:00 Uhr der große Festzug durch Lützenkirchen, wobei auch die Fahnenschwenker der Schützenbruderschaft Lützenkirchen zum Einsatz kam und dem Umzug eine besondre Note gab. Wieder am Pfarrheim angekommen, hatten fleißige Hände schon die Kaffeetafel mit den selbstgebackenen Kuchen der Schützenfrauen vorbereitet.

Danach begann der „Musikalische Dämmerschoppen“ der von dem begnadeten Musiker, Herrn G. Pimmer, stundenlang, erfolgreich gestaltet wurde und den Schützenfestbesuchern viele Möglichkeiten zum fröhlichen Mitsingen und Gelegenheit zum „Open Air –Tanz“ – später bei dezentem Licht, bot.

Gleichzeitig wurde aber noch ein Schießwettbewerb durchgeführt. Die ehemaligen Könige/Kaiser schossen um die Wanderkette und die ehemaligen Königinnen/Kaiserinnen schossen um die Wanderbrosche, wobei es auch darum geht, welche dieser beiden Gruppen als erste Gruppe den Wanderpreis errungen hat. Die Würde des Königs der Könige errang mit dem 226. Schuss Günter Starke und die Wanderbrosche erkämpfte sich Telse Bartsch mit dem 268. Schuss.


Montag


Genau um 10 Uhr stellten sich die Schützen vor dem Pfarrheim von St. Maurinus zur Ab-holung der Majestäten auf und marschierten, wie in den Tagen zuvor bereits, zu den Klängen der Marschmusik der Langenfelder Stadtmusikanten zum Königshaus. Nach einer kurzen Erfrischungspause führte der Rückweg mit Marschmusik zur HL. Messe für die Schützenfamilie in die Annakappelle, wo auch schon der Präses, Herr Pastor F.-J. Pitzen wartete. Ihm gelang es schon wieder wohlgeformte Worte für diese Art der Hl. Messe zu finden und so zelebrierte er eine sehr schöne Hl. Messe an der jeder seine Freude fand. Die Orgel wurde von Frau Elisabeth Schnepper bedient.

Überraschungen gab es auch in dieser Hl. Schützenmesse. Die Eheleute Ludwig hatten an diesem Tag Silberhochzeit. Präses, Königspaar und die Schützenfamilie gratulierten von Herzen und freuten sich mit dem Jubelpaar, das nun eine Woche später zur offiziellen Feier eingeladen hat.

Weitere Überraschungen! Plötzlich gehen die Türen der Annakapelle auf und eine Schar Kindergartenkinder mit ihren Betreuerinnen, vorweg mit Stephanie Baum-Hertel, ziehen ein, gratulieren singend dem Königspaar und überreichen ein schönes Geschenk.
In der Vergangenheit, sowie auch jetzt, war dies immer ein selbst gemaltes Bild mit jeweils einem anderen Motiv, worüber sich alle Königspaare in den vergangenen Jahren sehr gefreut haben. Anschließend stellen sich die Kinder vor der Annakapelle auf und bilden ein Spalier, wobei jedes Kind eine Rose hochhält und das Königspaar, sowie die anderen Besucher der Hl. Messe hindurch schreiten mussten. Zum Schluss gab jedes Kind der Königin eine Rose.

Noch eine Überraschung! Viele Mitglieder der Schützenfamilie waren schon ins Pfarrheim zum großen Königsfrühstück unterwegs. Aber auch das Königspaar hielt für die Kinder eine Überraschung bereit und zwar wurde ein „Luftballonweitflugwettbewerb“ mitten auf dem Festplatz gestartet. So gingen sehr viele Luftballons, auf Kommando von Herrn Pastor F.-J. Pitzen, bei einem günstigen Aufwind gleichzeitig auf die Reise. Einige blieben anfänglich in den Bäumen an der Kirche hängen, lösten sich aber schnell bei wechselnden Winden und nun warten alle Kinder und Erwachsenen sehr gespannt auf die Antworten der Finder. Dies war aber noch nicht alles. Für die vielen Kinder wurden von dem Königspaar noch einige „Freifahrten“ für alle auf dem Karussell spendiert. Da dies alles auch noch durstig macht, gab es letztlich noch Getränke satt für die Kinder.

Während dieser Aktivitäten war das große Königsfrühstück im Pfarrheim in vollem Gange.
Manch einer wurde davon überrascht, dass es nun Zeit war mit dem Ausschießen der neuen Majestäten zu beginnen. Weil in diesem Jahr wieder viele Bewerber zu verzeichnen waren, versprach der Nachmittag spannend zu werden und so war es dann auch. Nach 140 Schuss fiel der Vogel sehr früh und überraschend. Das neue Königspaar wird von Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt für 2006/2007 gestellt.

Um 17:30 wurde das neue Königspaar an der Königsresidenz abgeholt. Pünktlich um 19:00 Uhr begann die feierliche Krönung in der Pfarrkirche von St. Maurinus. Wiederum fiel der Kirchenchor St. Cäcilia, unter Leitung von Herrn Bruno Tigges, mit einer sehr feinen und feierlichen musikalischen, sowie einer prächtigen gesanglichen Mitgestaltung, auf. Immer wieder zieht dieser feierliche Krönungsakt in der Kirche von St. Maurinus auch viele auswärtige Besucher an. Im Anschluss stellten sich die Schützen zu einer Parade mit Abnahme durch das neue Königspaar, Joachim Panitz und Nicole Vonscheidt, mit kleinem Umzug auf.

Nun kam der letzte Höhepunkt vom Schützenfest. Der Krönungsball. Auch hier sorgte wieder das „Moonlight Duo“ für Gesang, Stimmung und Tanz. Die auswärtigen Vereine kamen vielzählig zur Gratulation.

Aufgrund der sehr hohen Temperaturen wurde auch wieder für „Außenmusik“ gesorgt. Der inzwischen überall bekannte und sehr erfolgreiche, sowie beliebte „DJ KALLE“ hatte fix seine Anlage aufgebaut und draußen die Gäste mehr als begeistert. Auch dort wurde fröhlich gesungen und getanzt.

Das schönste Fest geht mal zu Ende. Leider ist das auch in Lützenkirchen so und nun hofft die Schützenfamilie auch im nächsten wieder auf viele Gäste. Man kann davon ausgehen, dass 2007 wieder ein Schützenfest, im üblichen Lützenkirchener Rahmen, mit viel Spaß, Gesang und Tanz auf die Beine gestellt wird. Nur am idealen Wetter für nächstes Jahr basteln wir noch ………..

Peter Fiedeler - 14.06.2006

 

 

„Oktoberfest 2006" der Haxenfreunde Lützenkirchen

 

Die „Haxenfreunde Lützenkirchen" richteten auch in diesem Jahr, am 21. Oktober, wieder ihr inzwischen traditionelles und das bei Jung und Alt so beliebte Oktoberfest wieder aus.

Um 18 sollte Einlaß sein. Aber einige bereits Ausgehungerte befanden sich schon vorher, in voller Erwartung und Vorfreude auf die weltbeste Haxe, Kassler oder Leberkäse mit Knödel und Kraut, sowie dem frisch gezapften Wiesenbier an den Tischen. Die Gerüche ließen einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen und so begann der Abend, untermalt mit bayerischer Musik. Der in Eigenleistung sehr schön dekorierte Pfarrsaal füllte sich schnell und war nachher knüppelvoll mit Besuchern die einige schöne Stunden verleben wollten. Zeitweise waren nicht genügend Sitzplätze für alle da. Doch wie die Bäuche langsam gefüllt und wie die Hungrigen in der Unterzahl waren, wagten sich die ersten Gäste auf die Tanzfläche und viele blieben auch sehr lange dort. Der Grund war wohl die gelungene Auswahl der schönen, sowie passenden Musiktitel die vom „DJ JOBO" zu Gehör gebracht wurden. Bis in die frühen Morgenstunden wurde eifrig und viel getanzt.

Die gute und ausgelassene Stimmung aller Gäste bescheinigt den fleißigen Haxenfreunden aus Lützenkirchen, sowie deren stillen Helfern im Hintergrund, dass gute Arbeit geleistet wurde und dass man es versteht in Lützenkirchen mit viel Freude am Leben zu feiern. Dies empfanden auch so die beiden von Australien angereisten Gäste.

Die meisten Oktoberfestbesucher sind sich darüber einig, dass sie im nächsten Jahr am 07. Oktober wieder bei den Haxenfreunden in Lützenkirchen zu Gast sein wollen und so ging eine gut gelungene Veranstaltung, mit sehr viel Arbeit für alle Beteiligten, erfolgreich zu Ende. Die Besucherzahlen und der Verzehr, sowie eine Bombenstimmung bis in die frühen Uhren belegen dies überdeutlich

Peter Fiedeler

 


 


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