Wir über uns
Brudermeister Karl Flemm
Geschichte & Gegenwart
Die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Lützenkirchen ist eine katholische Gemeinschaft christlicher Männer und Frauen.
Sie wurde nachweislich vor dem Jahr 1423 gegründet. Damals wurden die Menschen von Kriegen, Seuchen und Pest heimgesucht. Um den Notleidenden zu helfen, wurde in Lützenkirchen die Schützenbruderschaft gegründet. Der Name Schützenbruderschaft kommt daher nicht vom Schießen sondern vom Beschützen. Den Gedanken des Helfens hat die Bruderschaft Lützenkirchen bis heute bewahrt.
Die Bruderschaft veranstaltet selber oder beteiligt sich des öfteren an Gemeinnützigen Aktionen. Der Erlös ist dann ausschließlich für einen guten Zweck, d.h. caritative Vereine oder Vereinigungen werden von der Bruderschaft Lützenkirchen unterstützt.
Die Bruderschaft besteht aus vier Gruppen: Schützenbrüder und -schwestern (ab 21 Jahre, derzeit 57 Mitglieder), Jung- und Schülerschützen (10-21 Jahre, derzeit 24 Mitglieder), dem Fahnenschwenkercorps (derzeit 16 Mitglieder) und fördernden Mitgliedern (derzeit 30 Mitglieder). Es gibt ein reges Vereinsleben.
Alljährlich werden zwei große Feste gefeiert. Am Patronatsfest wird der Namenstag unseres Patrons, des hl. Sebastian (20.Januar), mit einer hl. Messe und anschließendem gemütlichen Beisammensein gefeiert. Hierzu ist auch die Bevölkerung herzlich eingeladen, die gerne der Einladung nachkommt. Das alljährliche Schützen- und Volksfest wird in der Regel am 2.Sonntag im Juni eines jeden Jahres mit der Gemeinde St. Maurinus und den Bürgern aus Lützenkirchen und Umgebung.
Es werden viele auswärtige Schützenfeste befreundeter Bruderschaften und Schützenvereinen besucht, ebenso Veranstaltungen befreundeter Ortsvereine. Selbstverständlich trägt die Bruderschaft auch ihrer Zugehörigkeit zur kath. Pfarrgemeinde Rechnung. Sie begleitet Kommunionkinder zu ihrer ersten hl. Kommunion und die Fronleichnamsprozession und gestaltet das Pfarrfest mit.
Auch vereinsintern werden viele unterhaltsame und vergnügliche Stunden zusammen verbracht, z. B. beim monatlichen Winterschießen in den Monaten Oktober bis März oder bei Vereinsausflügen und vielen Gelegenheiten, welche einen Grund für fröhliche Stunden miteinander ergeben.

Der Heilige Sebastian
Schutzpatron unserer Bruderschaft
Über das Leben des heiligen Sebastian gibt es kaum historisch gesicherte Angaben. Gemäß der Überlieferung ist er in den Jahren der Christenverfolgungen von 303 bis 305 n. Chr. in Rom den Märtyrertod gestorben.
Der Legende nach war er Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians, also Offizier der kaiserlichen Leibgarde zur Zeit der großen Christenverfolgungen. Er verheimlichte am Hof seinen christlichen Glauben, aber seine Stellung erlaubte es ihm, seinen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen. Er sprach ihnen Mut zu und sorgte für die Bestattung der Märtyrer. Außerdem bekehrte er viele Römer, darunter auch römische Adlige. Er leistete dem Opfergebot für die traditionellen römischen Staatsgötter keine Folge und als sein christlicher Glaube bekannt wurde, verurteilte ihn Diokletian zum Tode, ließ ihn an einen Baum binden und von Bogenschützen erschießen. Daraufhin ließ man ihn am Hinrichtungsort liegen.
Er war jedoch nicht tot, so dass die Witwe eines Märtyrers namens Irene sich seiner annehmen und ihn wieder gesund pflegen konnte. Nachdem er sich wieder erholt hatte, trat er dem Kaiser öffentlich entgegen um ihm die grausame Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn daraufhin im Hippodrom des Palatin in Rom zu Tode peitschen und die Leiche in die cloaca maxima werfen.
Der Festtag des heiligen Sebastians ist der 20. Januar. Er wird als einer der Schutzheiligen gegen Seuchen (eine Epidemie in Rom soll im Jahre 680 nach einer Prozession mit seinen Reliquien abgeflaut sein) und als Patron der Schützen sowie anderer Berufe verehrt. Darüber hinaus wird er als dritter Patron der Stadt Rom gefeiert.